Machinarium in 300

Machinarium ist ein kleines, feines Point and Click Adventure des tschechischen Entwicklers Amanita Design. Das Spiel besticht durch seine sehr coole Optik die wirkt, als ob das ganze Spiel von Hand gezeichnet worden wäre. Die Rätsel sind meistens logisch, oft schwierig und teilweise so knackig, dass ich beim Durchspielen eine Komplettlösung hin und wieder nicht umgehen konnte.

Das Spiel wirkt etwas altbacken da es, wie der Genrename schon sagt, darum geht die Hotspots auf dem Bildschirm zu suchen und darauf zu klicken. Dennoch bietet es für das oft todgesagte Genre des Adventure Games auch einige Neuerungen die durchaus interessant sind. So schafft es Machinarium zum Beispiel eine Story zu erzählen die jeder und jede versteht und das ohne auch nur ein Wort zu schreiben oder zu sprechen. Die oft ungeliebten Leseorgien in Adventure Games entfallen bei Machinarium vollkommen.

Amanita Design hat das Spiel komplett in Flash und ohne Kopierschutzmassnahmen umgesetzt. Dies ist einerseits super, da ich das Spiel dadurch auf jedem MAC, PC oder Linux Rechner spielen kann und andererseits ist es Schade für die tolle Arbeit der Entwickler, da sie vom Releasdatum an mit vielen Raubkopien zu kämpfen hatten. Nach Schätzungen des Studios haben nur ca. 5 – 15% der Spielerinnen und Spieler von Machinarium auch für das Spiel bezahlt. Dies war auch der Grund für eine „Machinarium Pirate Amnesty“ Aktion im letzten Sommer. Das Spiel war kurze Zeit für 5$ zu haben mit der Hoffnung, dass auch einige Raubkopierer bei diesem Betrag noch rückwirkend für Machinarium bezahlen und als Gegenleistung eine legale Kopie des Spiel inkl. Soundtracks erhalten. Hut ab vor dem Entwickler für diesen kulanten Umgang mit der Raubkopierproblematik.

Das Spiel ist übrigens auch seine CHF 17.75 (ca. 14 €) wert, die es heute kostet. Wer es noch nicht kennt und gerne an Adventures knobelt, unbedingt zugreifen.

Obwohl ich es eigentlich blöd finde wenn alle alles kopieren so folgt dieser Beitrag dennoch dem Aufruf zur Blogparade von @manuspielt weil ich Zusammenarbeit unter Bloggern etwas sehr Sinnvolles und Tolles finde.

Wer sich für weitere Kurzreviews auf keats.ch interessiert, sollte den Beitrag Auszeit im Westen… mal anschauen. Darin habe ich im vergangenen Sommer die Spiele Ratchet & Clank: Tools of Destruction, Uncharted: Drakes Fortune und Battlefield Bad Company EINS reviewt.

Veröffentlicht von

keats

keats spielt, liest, hört und lebt auch sonst noch...

Ein Gedanke zu „Machinarium in 300“

Kommentar verfassen