Männerabende, Rauschmittel & #SplitSecond

Was, wenn man ein Wohnzimmer voll Männer, Rauschmittel und Rennspiele alleine lässt… oder kürzer: Split/Second Velocity im Belastungstest!

Das war schon früher so… damals gab es zwar noch kein Split/Second, dafür aber Mario Kart, Formel 1, Gran Turismo oder Project Gotham Racing. So ein Männerabend mit Bier, Whiskey, Tabak und anderen Rauschmitteln hat schon was für sich. Vor allem wenn man nicht mehr jünger wird und irgendwann die grosse 3 überschritten hat kommt früher oder später der Zeitpunkt, an dem man nur noch mit den Kumpels zusammen sitzt, wenn die Frauen auch dabei sind und sich auch alle artig zu beschäftigen wissen. In solchen Situationen reden die Männer meistens über die guten alten Zeiten und was wir doch alle für einen Heidenspass gehabt haben, früher. Nun, das war bei mir auch so… bis vor einem Monat. Wir haben es endlich geschafft und einen Männer-game-abend organisiert.

Was früher noch so auf die schnelle und innert Stunden am Mail oder Telefon möglich war, brauchte diesmal einen Monat Vorlaufzeit, damit sich alle Terminkalender abgleichen konnten und auch sicher kein wichtiges WM Spiel verpasst wurde und und und. Die alten Zeiten wieder aufleben zu lassen ist also schon mal nicht so einfach wie das früher war. Wir haben es dennoch geschafft und uns am vergangenen Wochenende, genauer vom Freitag auf den Samstag, getroffen und die Nacht durchgezockt. Einer der grössten Unterschiede zu früher habe ich dann festgestellt, als ich am Samstag um 14:00 an einer Hochzeit sein musste… ui ui ui solche wilden Sachen wie Hochzeiten… an einem Samstag… nach einem Freitagnachtzocken hatten wir früher aber nicht…

Geil war es trotzdem und Split/Second ist das ideale Game für einen solchen Anlass. Ja ich weiss, man kann Split/Second nur zu zweit im splitscreen Modus spielen und auf den Aufwand mehr als einen Fernseher und eine Konsole in einem Wohnzimmer zu vereinen hatten wir echt keinen Bock. Aber dazu muss gesagt sein, dass die Spielweise bei uns, was Rennspiele betrifft, immer schon etwas speziell gewesen ist. Wir spielen an solchen Abenden nach dem System „Weitergeben“. Jeder hat den Pad genau für ein Rennen in der Hand, egal was er mit dieser Chance anfängt oder nicht. Wenn du nun erster bist musst du weitergeben genau wie wenn du letzter bist. Das einzige was es nicht gibt, ist eine Strecke zu verlassen bevor wir nicht ZUSAMMEN erster geworden sind. Sprich wir spielen eine Strecke so lange bis es jemand endlich schaft, den ersten Platz rauszufahren. Das ist bei Split/Second schon schnell mal eine Herausforderung oder kennt ihr jemanden, der die Kampfheli Levels schon beim ersten mal hingekriegt hat?… Nun wir auch nicht…

Split/Second bietet aber die genau richtige Mischung aus Funracer, Action, Abwechslung und verschiedenen Anforderungen an verschiedene Spieler um den Abend zu einem Erfolg zu machen. Wir haben da zum einen die normalen Rennen, die funktionieren wie eine alte Partie Mario Kart, mit dem kleinen Unterschied, dass man keine Schildkrötenpanzer aufnimmt und abschiesst, sondern Powerplays herausfährt und damit die Strecke in die Luft jagt. Das Feeling ist aber vergleichbar mit einem Mario Kart und auf das kommt es an. Wo wir früher bei einem Formel 1, Gran Turismo oder auch Project Gotham Racing verzweifelt sind ab dem Realismus, haben wir in Split/Second eine ausgewogene Mischung aus Funracer mit einem Schuss iRealismus gefunden. Zu fahren ist das Spiel recht einfach und das hat man auch schnell mal im Griff. Durch die verschiedenen Modi kommen aber dennoch grosse Herausforderungen auf den Spieler zu die es zu bewältigen gilt. Die Modi sind: Normale Rennen (wie oben beschrieben), Detonator (Eine schnelle Runde schaffen, in der alles rundherum explodiert), Eliminator (nach einigen Sekunden wird jeweils der letzte Wagen explosiv von der Strecke entfernt, bis nur noch einer übrig ist), Kampfhelikopter (Ein Kampfheli greift die Strecke mit Raketen an und der Spieler muss ausweichen), Kampfschwertransporter (Lastzüge mit explodierenden Fässern müssen überholt werden) und Elite Rennen (das gleiche wie normale Rennen nur mit schwereren Gegnern). Wir haben schnell mal festgestellt, dass es Leute gibt, denen die einen Modi besser liegen als die anderen. So hatte ein Kollege schnell mal den Übernamen „Rocketman“ weil er die Kampfhelis einfach nur alt aussehen liess und ein anderer hatte sich bald mal auf die Detonator Rennen spezialisiert.

Das beste bei dieser Spielart ist, dass die anderen immer zeit haben die Rauschmittel zu halten und/oder vorzubereiten… Und da liegt aber auch der sprichwörtliche Hund begraben… Je länger der Abend dauert, desto rauschmittelhaltiger werden die Zustände der Spieler. Dies führt nach einem kleinen Reaktionshoch bei der maximalen Entspannungskurve zwangsläufig früher oder später zu einem Reaktionsfiasko gepaart mit Kopfweh und Sekundenschlaf am Gamepad. Wir mussten dann so ca. um 3:00 Uhr in der Frühe langsam aber sicher Abstriche hinnehmen bei unseren Platzierungsansprüchen. Plötzlich war dann auch ein zweiter oder dritter Platz ganz ok… nun ja, wir sind ja auch nicht mehr die jüngsten, oder?

Das beste an Split/Second ist dabei, dass das Spiel so Geiiiiil aussieht, egal welchen Platz man herausfährt. Es macht immer auch Spass einfach zuzuschauen und seine Powerups zu sammeln, bis man einen grossen Event auslössen kann und darauf die gefühlte halbe Stadt zusammenbricht und nach Jerry Bruckheimer Manier physikalisch Korrekt in ihre Einzelteile zerlegt wird.

Zusammenfassend kann ich folgendes sagen:

  • Split/Second sieht verdammt gut aus und macht einen Heidenspass
  • Wir sehen verdammt schlecht aus nach so einer Nacht
  • Hochzeiten nach Männerabenden kommen nicht gut…
  • und… Männerabende sollte es viel öfter geben.

Punkt

Veröffentlicht von

keats

keats spielt, liest, hört und lebt auch sonst noch...

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